Raeren

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Tagesmütter: Auf der Suche nach einem besseren Statut

Tagesmutter1

Mit Manuela Henkes, einer jungen Tagesmutter aus Raeren, unterhielt sich das Team Ostbelgien um Robert Nelles über die steigende Nachfrage im Bereich der Kinderbetreuung und mögliche Pisten zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dabei schilderte Manuale Henkes zunächst den Werdegang als Tagesmutter. Diese sind entweder selbständig tätig oder arbeiten für das hiesige Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung (RZKB). Manuela Henkes hat sich für die Anstellung über das RZKB entschieden, da der administrative Aufwand für selbstständig tätige Tagesmütter wesentlich größer ist.

Als problematisch beschrieb die Tagesmutter das fehlende Sozialstatut, da etwa bei Krankheit und Urlaub der Lohnausfall drohe. Tagesmütter werden lediglich für die Zeit bezahlt, die sie tatsächlich mit dem Kind verbringen. Dies wirft große Probleme auf, wenn es beispielsweise darum geht, Reserven fürs Alter anzulegen oder sich gebührend von einer Krankheit zu erholen.

Die Bezahlung der Tagesmütter erfolgt nach einer Pauschale pro Kind. Diese ist unterteilt von einer Leistung über oder unter 5 Stunden. Eine Lohnsteigerung mit den geleisteten Arbeitsjahren gibt es nicht. Hier wäre eine bessere und weniger grobe Staffelung wünschenswert, die auch den plötzlichen Ausfall von Kindern berücksichtigt, weil die Tagesmutter in diesem Fall keinerlei Anrecht auf Bezahlung hat.

Durch ein angemessenes Statut könnte diese Situation verbessert werden. Andererseits befürchtet der Sektor, dass durch die dann steigenden Stundenpreise die Kundschaft abnehmen könnte. Dies gilt laut Experten jedoch als unwahrscheinlich, da der Rückgriff auf Kinderbetreuungsplätze (Tagesmütter, Krippen) für viele Berufstätige unentbehrlich ist. Dies zeigt sich u.a. an der Entwicklung der Anzahl Tagesmütter in Ostbelgien: Gab es vor 30 Jahren lediglich 11 Tagesmütter, sind es heute bereits 85.

Eine gute Kinderbetreuung ist in jedem Fall ein ungeheurer Standortvorteil für die Deutschsprachige Gemeinschaft, wie ein Vergleich mit Deutschland zeigt. Dort gibt es entsprechende Angebote kaum. Diesen Standortvorteil möchte die CSP weiter ausbauen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die arbeitende Bevölkerung zu erleichtern.

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